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Vergleich von HEVC-Frames mit AMD/QS

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von incubus6666, 3 August 2018.

  1. incubus6666

    incubus6666 Premium Serious User

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    Moin,

    ich hatte vor kurzem (gestern) eine kleine Unterhaltung mit 3way bezüglich Videokonvertierung in HEVC unter Zuhilfenahme einer AMD-Grafikkarte.
    Ich habe mir nun die "Arbeit" gemacht und ein paar Bilder vom Originalvideo (h264), vom rekodierten Video (HEVC) mit einer AMD-Grafikkarte sowie Intel QuickSync erstellt.
    Die Videos wurden mit ffmpeg 4.0.2 und den gleichen Einstellungen kodiert. Einziger Unterschied war der jeweils verwendete Codec und eine Besonderheit für AMD.
    Das Ursprungsvideo hatte eine Videobitrate von 9257 kb/s bei einer Größe von 2.453.099 KB (2,33 GB)
    Die AMD-Fassung hat eine Videobitrate von 1917 kb/s bei einer Größe von 646.691 KB (631 MB)
    Die QS-Fassung hat eine Videobitrate von 873 kb/s bei einer Größe von 382.553 KB (373 MB)

    Die Kommandozeile für AMD:
    Code:
    ffmpeg -y -threads 0 -i "Quelle" -c:v hevc_amf -gops_per_idr 1 -max_muxing_queue_size 1024 -quality quality -x265-params crf=26 -c:a copy "Ziel"
    
    Die Kommandozeile für Intel:
    Code:
    ffmpeg -y -threads 0 -i "Quelle" -c:v hevc_qsv -max_muxing_queue_size 1024 -quality quality -x265-params crf=26 -c:a copy "Ziel"
    
    Das "-gops_per_idr 1" bei AMD muss sein, da man sonst im Video nicht so toll suchen (seek) kann.

    Warum nun QuickSync eine so niedrige Bitrate liefert... keine Ahnung. Aber ich denke da gibt es schon Optimierungspotenzial.

    Was die Geschwindigkeit des encodens angeht:
    AMD RX560 ~ 150 fps.
    Intel G5600 mit QuickSync ~ 70 fps

    Für meinen Teil bin ich mit dem Umwandeln mit der AMD-Karte zufrieden. Die Qualität ist OK, wenn auch nicht 1a. Aber wenn man nun die Dateigrößen gegenüberstellt, gibt es doch eine große Reduktion bei vllt. 90-95% der Qualität.

    Für weitere Anregungen...
     

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  2. 3way

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    :hearteyecat: Cool, Danke! Hast schon gute Screens gemacht/ausgesucht.

    Boah, QSV erkennt man sogar blind :D aber im bewegten Bild fällt's vielleicht nicht so auf (oder doch?). Muß mal mit Ruhe und einem Glas (Wein versteht sich, keine Lupe) alle durchgehen :nerd: Danke noch mal, daß Du die Zeit dafür genommen hast :happy:
     
  3. incubus6666

    incubus6666 Premium Serious User

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    Ausgesucht nicht wirklich... man schreibe sich ein Programm dafür :D

    Also einen Unterschied bei QSV ist auch im bewegten Bild sehr, sehr deutlich zu erkennen.
    Das ist wie (S)-VCD auf FullHD skaliert. Das macht kein Spaß :(
     
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  4. 3way

    3way Vollzeit-OS-Ausprobierer Premium Trusted User Beta-Tester

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    Dann hast nach "dicken" Bildern gesucht (aka groß, hohe Bitrate)?
    Aua, allein diese Beschreibung macht schon Augenkrebs :fearscream::D
     
  5. incubus6666

    incubus6666 Premium Serious User

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    Nein. Viel einfacher.
    Man nehme eine Videodatei und errechnet sich die Sprungmarken heraus anhand der Menge an Bilder die man haben möchte. Also bei 31 Minuten Video und 30 Bildern will ich alle Minute ein Bild haben.

    Nach sehr starkem Augenkrebs :D
     
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  6. b3lle

    b3lle Serious User

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    Hmm, also bei AMD habe ich keinen Vergleich, aber bereits bei meiner sehr simplen command line finde ich das QS-Ergebnis sehr ok:
    QSVEncC.exe --audio-copy --codec hevc --quality best --ref 9 --bframes 9 -i infile.mkv -o outfile.mkv

    Ich nutze aber auch nicht ffmpeg, sondern direkt das QSVEncC von >rigaya<.
    Dort rechts auf QSVEnc + QSVEncC (ミラー) klicken.

    Ich finde, was Intels QSV angeht, hinken die im ffmpeg immer etwas hinterher.
    LG
    B
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Oktober 2019
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  7. incubus6666

    incubus6666 Premium Serious User

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    Da muss ich dir leider Recht geben. :D
    Ich habe auch vor ein paar Wochen rigaya entdeckt und nutze den. Dateien werden kleiner und die Qualität ist besser. Ich habe da auch die AMD-Variante probiert, wobei mir Intel besser gefällt. Ich nutze hier aber nicht die Standardwerte sondern --quality high --icq 23. Ist zwar etwas langsamer, aber ich finde die Qualität ist besser als mit dem Standard CQP

    Ich hatte nur leider schon das Problem das nicht alles an Videodateien genommen wurde oder auch die Audiospuren weg waren. Das habe ich dann über ffmpeg mit Pipes gelöst. Die Tonspur hänge ich in einem weiteren Durchlauf mit mkvmerge ein.

    Code:
    ffmpeg.exe -loglevel fatal -hwaccel qsv -i "input.mkv" -pix_fmt yuv420p  -f yuv4mpegpipe - | QSVEncC64.exe --codec hevc --quality high --icq 23 --y4m -i - -o "temp.mkv"
    
    mkvmerge.exe --output "output.mkv" --no-video "input.mkv" --no-audio --no-subtitles --no-track-tags --no-global-tags "temp.mkv"  --track-order 1:0
    
    Was die Geschwindigkeit angeht (mit icq 23; 1080p):
    Pentium Gold G5600: ca. 80-90 fps.
    i7 8600K: ca 90-100 fps. :think:

    Über den Stromverbrauch reden wir jetzt mal nicht... :D
     
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  8. b3lle

    b3lle Serious User

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    Ja, die Pipe ist schon sehr praktisch, vor allem wenn man Avisynth scripte nimmt weil man noch etwas verbessern möchte.
    Was bewirkt denn das icq 23?
    LG
    B
     
  9. incubus6666

    incubus6666 Premium Serious User

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    Was genau ICQ anders macht... keine Ahnung. Laut Hilfe ist das der "Intelligent Constant Quality mode". Laut Intel Media SDK: Storage transcodes (better quality with smaller file size)

    Ich habe eben das Gefühl das die Bildqualität ein Tacken besser ist, gerade in dunkleren Bereichen. Und die Datei ist eben um ein paar MB kleiner. Wobei das dann auch mal ein paar hundert MB sein können.
     
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