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E-Scooter - was haltet ihr davon?

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von Legend, 16 April 2019.

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Sind E-Scooter eine gute Sache für den Straßenverkehr?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 16 Mai 2019
  1. Ja

    75,0%
  2. Nein

    25,0%
  1. Legend

    Legend ehemaliger Administrator Premium Trusted User Beta-Tester

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    Wenn der Bundesrat die Elektrokleinstgeräteverordnung aus dem Verkehrsministerium abnickt, dürfen

    a) alle ab 12 J. legal mit 6-12 km/h schnellen Tretrollern auf Gehwegen fahren und
    b) alle ab 14 J. legal mit bis zu 20 km/h schnellen Tretrollern auf Radwegen fahren

    Der Verkehrsminister Andy Scheuer ist selbst ein Fan von den E-Scootern und fährt bereits in seinem Ministerium damit rum.

    Vor allem Variante B dürfte für viele eine echte Überlegung wert sein, denn

    - die Dinger gibt es bereits ab ca. 199€ (allerdings nicht zu empfehlen, da Verarbeitung nicht gut)
    - hochwertige Marken aus China verkaufen für ca. 300€ (z.B. Ninebot-Segway und auch Xiaomi, beide mit ABS)
    - ein Führerschein und auch ein Helm werden beide nicht benötigt (aber eine Versicherungsplakette)
    - rechtlich gleichgestellt zu Fahrrädern*
    - 100 km kosten +/- 31 Cent Strom
    - sie sind oft faltbar und leichter als ein Rad, somit gratis in Bus & Bahn transportierbar
    - haben geringere Ausmaße als Fahrräder und daher einfacher transportierbar
    - können (z.B. bei Xiaomi) mit dem Handy verbunden werden (Wegfahrsperre, Energieinformationen, Lichteinstellungen dadurch einfach vornehmbar)
    - man muss sie nur 2x antreten, danach fahren sie von alleine dank Gaszunahme und zweier Bremsen
    - reichen dabei, je nach Witterung und Fahrergewicht sowie natürlich Modell, 30 km
    - Zusatzakkus sind z.B. bei Ninebot zukäuflich (ca 130€) und erhöhen Vmax auf 30 km/h sowie Reichweite auf 45 km

    Beim Ministerium erhofft man sich vor allem, dass die Bürger die Roller für die letzte Meile benutzen (also dem Weg von Haus zur Starthaltestelle oder Endhaltestelle zur Arbeit) und auch Autofahrer umsteigen. Vor allem attraktiv für die, die in der Stadt wohnen.

    Ein Xiaomi-Roller kostet ca 300 €. Gehe ich von einer Lebenserwartung von 1000 Ladezyklen aus und im Schnitt können 20 km zurückgelegt werden, ergibt das einen Wertverlust von 1,5 Cent pro km und Stromkosten von ca. 0,31 Cent pro km. Wobei sich der Wertverlust auf den Gerätepreis bezieht. Man kann aber einfach einen Akku für 130 € nachkaufen, wenn der alte kaputt geht oder zu leistungsschwach geworden ist. Dadurch senken sich die km-Kosten auf relativ genau 1 Cent pro km inkl. Stromkosten.

    Aber wichtig: die bestehenden günstigen Chinaroller sind und werden wohl nicht StVZO-konform, denn sie fahren schneller als die erlaubten 20 km/h. Demnach kann man sie auch nicht versichern und begeht eine Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz und mind. 2 Ordnungswidrigkeiten!
    Scooter deutscher Hersteller (z.B. hat BMW einen vorgestellt der legal benutzbar ist) kosten allerdings teils über 2000 € !

    *E-Scooter mit Vmax über 12 km/h sind wie Fahrräder zu behandeln. Räder gehören zu den Fahrzeugen und müssen innerorts regulär auch die Fahrbahn benutzen, es sei denn, es gibt einen benutzungspflichtigen Seitenweg (den Radweg), dann müssen die Scooter dort fahren. Außerorts müssen sie immer den Radweg oder Seitenstreifen benutzen: Wenn es beide nicht gibt, kann man die Straße nicht befahren, denn außerorts darf man die Fahrbahn nicht benutzen!

    Alle Fahrzeuge bis 6 km/h sind übrigens Fußgängern gleichgesetzt und benötigen auch keine Versicherung. E-Scooter für 12-jährige benutzen innerorts Gehwege oder gemeinsame Fuß- und Radwege. Sie dürfen sogar in Fußgängerzonen gefahren werden, sind also Fußgängern gleichgesetzt - müssen jedoch wie alle Fahrzeugführer ständig ihr Fahrzeug beherrschen und Rücksicht nehmen. Je größer/stärker das Fahrzeug, desto mehr Verantwortung hat der Fahrer. Aus diesem Grund haften bei Unfällen fast nie die Schwächeren.

    Kritiker der neuen Verordnung befürchten neues Konfliktpotenzial, vor allem durch die Freigabe von E-Scootern bis 12 km/h auf allen Gehwegen. Räder teilen den Gehweg mit Fußgängern ja nur, wenn es sich um einen gemeinsamen Geh- und Radweg handelt. E-Scooter allerdings müssen dann alle Gehwege benutzen. Fußgänger befürchten mehr Unfälle und erfreuen sich auch nicht, wenn sie nicht mehr sorgenlos den kompletten Gehweg benutzen können, sondern nun stets Schulterblicke machen müssen. Da kann ich nur sagen: Steigt auch um :p

    Ich zu meinem Teil werde mir einen holen, sobald die Verordnung im Bundesrat erlaubt und erste legale Modelle verfügbar sind. Und wie steht ihr zu der Sache?
     
  2. 3way

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    :D Naja, deswegen darfste immer noch keinen über den Haufen fahren sondern höchstens nervend klingeln - ist auch besser so.

    Ja, wurde aber auch Zeit, daß so Scooter erlaubt werden - sehe da keinen großen Unterschied zu Bikes. Und die Preise werden sich bestimmt auch noch regeln, die Firmen in Shenzhen und Guongzhao lassen sich sowas nicht entgehen :nod:

    PS: Ich würde mir allerdings einen erst mal ein paar Tage ausleihen...
     
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  3. Trebunitor

    Trebunitor Premium

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    Es gibt nichts besseres als ein herkömliches Fahrrad mit 2 Rädern und manuellen Antrieb. Außer im Alter, da kann ich mir ein Motorbetriebens Fahrrad vorstellen (E-Bike genannt) wenn man unter Altersschwäche leidet.

    Solche Röller können auch gefährlich sein - Je nach Größe der Räder können sie bei kleinen Steinchen hängen bleiben :D
     
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  4. 3way

    3way Vollzeit-OS-Ausprobierer Premium Trusted User Beta-Tester

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    Jepp, das kann ein Problem werden :oops::D

    Aber fändest Du sowas bergauf nicht auch praktisch, oder gibt es bei Dir nur flaches Land?
     
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  5. Trebunitor

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    Hier gibt's nur Flachland. Aber eine simulierte Anhöhe steht mir auch zur Verfügung (Autobrücke mit Fuß/Fahrradweg) hier finde ich eine Gangschaltung mit kleiner Stufe bei manuellen Antrieb sehr nützlich.

    Zur Umfrage kann gesagt werden: Natürlich ist es besser für den Straßenverkehr, weil auch Umweltfreundlicher und entlastet den Verkehr im Allgemeinen. Also finde ich schon eine gute Sache.
    Nur mit einem richtigen Fahrrad kann man schneller Unterwegs sein.
    Außerdem werden E-Bikes voll beworben, die Technik ist auch nicht neu, das gibt es schon seit Jahrzehnten, mindestens.
     
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  6. snofru

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    Umweltfreundlich ist da gar nichts und der Verkehr wird auch nicht entlastet. Eher das Gegenteil. Strom für die Dinger muss auch erzeugt werden, wahrscheinlich durch Braunkohle und zur Verkehrsentlastung ist nur zu sagen, wieder ein Spielzeug mehr auf den Straßen und Bürgersteigen, die meinen den Verkehr gepachtet zu haben, mit ihren wackeligen "Scootern". Der einzige Grund als Erwachsener so ein Ding zu nutzen, ist der Betrieb auf großen Firmengeländen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 April 2019
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  7. 3way

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    Keine Ahnung, wie viele Leute das betrifft, aber ich kann mir vorstellen, daß diese "letzte Meile" (von Haltestelle bis Arbeit/Zuhause) doch einige Leute vom ÖPNV abhält.

    Aber Du hast auch sicher recht damit, daß sowas dann zu Weihnachten/Geburtstag verschenkt wird und nach 7 Wochen iwo rumgammelt.

    BTW: Mich nervt es immer, wenn einige zur Rush-Hour ihr Fahrrad mitnehmen und sich dann noch ein ellenlanges Gespräch mit dem Schaffner halten, daß es nicht umsonst ist (wenn da nämlich 5 Fahrräder am/im EIngang sind und man/frau nicht mehr rein/durchkommt, dann ist das einfach kacke). Da ist ein kleiner Scooter schon besser.
     
  8. Trebunitor

    Trebunitor Premium

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    Strom wird schon zu einem guten Teil aus Erneuerbaren Energien gewonnen, allem voran Windenergie. Solaranlagen und sogar ganze Solarparks sind auch verbreitet.
    Es darf nicht vergessen werden, dass herkömmliche Antriebe durch Flüssigtreibstoffe doppelt und dreifach umweltschädigend sind.

    • Sie verursachsen Emissionn durch CO2 (Kohlenstoffdioxid) und tragen damit zur Erwärmung bzw Klimawandel bei. Sollte allgemein bekannt sein.
    • Sie verursaschen Emissionen durch Schwermetalle (Blei), dass als Staub über viele Kilometer weitergetragen werden kann und später wieder auf dem Boden absetzt. Pflanzen auch Nutzpfanzen (unsere Lebensmittel) nehmen das in Ihre Früchte auf. Referenz
      Es gab auch mal Untersuchungen die belegt haben, dass die Bleibelastung im Umfeld von Flughäfen deutlich höher ist, weil der Treibstoff für Flugfahrzeuge das Schwermetall enthält. Deswegen ist es nicht zu empfehlen Obst und Gemüse im Umfeld dieser Infrastruktur anzupflanzen und zu konsumieren. Referenz
    • Sie verursachen allgemein Feinstaub, dass besonders in Städten mit viel Verkehr zu (chronischen) Atemwegserkrankungen führen kann. (Asthma usw.)
      Wie ihr vielleicht wisst, kann man Feinstaub mit Sensortechnik messen. Es gibt auch stationäre Messanlagen, die von Städten betrieben werden. Dazu gibt es auch Statistiken. Referenzen dürft ihr selbst suchen.

    Verbrennungsmotoren gehören deshalb im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes ersetzt durch strom- oder sogar wasserstoffbetriebene Techniken.
    Zwei oben erwähnte Emissionen würden dabei sogar mit herkömmlicher Stromgewinnung wegfallen (Feinstaub und Schwermetall).
    Mit Erneuerbaren Energien sogar alle.

    Und wenn durch die vermehrte Nutzung von strombetriebenen oder auch manuellen Scootern und anderer alternativer Fortbewegungsmittel die Verringerung der Nutzung von Verbrennungsmotoren einhergeht, ist das positiv für den Umweltschutz, Gesundheit, Flora und Fauna. Und auch für dich, snofru.

    Diverse Stromversorger finanzieren bekanntlich auch in Ökostrom und tragen so zum vermehrten Einsatz bei.

    Bei der Erzeugung von Strom, dass im öffentlichen Netz bereitgestellt wird, kommt es auch darauf an, dass es neben den herkömmlichen Kraftwerken (Kohle, Atom..) auch Investitionen in Erneuerbare Ernergien gibt und dass die verfolgte Absicht wichtig ist. Die Absicht wäre zum Beispiel: Förderung von Erneuerbaren Ernergien durch Investition - dabei wäre es zunächst einmal egal, ob dieser auch im öffentlichen Netz bereitgestellt wird, solange der Zuwachs des Geldes nicht in die herkömlichen Energieerzeuger gesteckt wird. Ich hoffe das ist verständlich?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 April 2019
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  9. HHFrosch

    HHFrosch Frosch vom Dienst Premium Trusted User Beta-Tester

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    Was auch gerne vergessen wird: Auch die Herstellung/Raffinierung von Benzin/Diesel verschlingt Ressourcen und sorgt für Emissionen. Das kommt nicht so aus der Erde.
     
  10. 3way

    3way Vollzeit-OS-Ausprobierer Premium Trusted User Beta-Tester

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    :wondering: Gibt's denn iwo einen Vergleich, der mal die komplette Primärenergie bzw CO² vergleicht?
    • Benzin muß erst aus Erdöl destilliert und dann transportiert werden
    • Akkus müssen erst mal hergestellt werden und nach ein paar hundert Zyklen sind die dann auch im Arsch
    • Akkus kriegen beileibe nicht nur grünen Strom, sondern 70% Gas, Kohle und Nuklear und dann gehen noch 6% für Transport drauf
    Hat da jemand einen Link?

    Nur die allerwenigsten machen wirklich was - die meisten waschen ihren Strom einfach grün, in dem sie sich von fernen (Ö, Skandinavien und sogar Island) Wasserkraftwerken Zertifikate kaufen. Beim unserem letzten Wechsel war das eine echte Sucherei, etwas zu finden, das sich nicht bloß mit dem Ruhm skandinavischer Stauseen bekleckert.
     
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